04.11.2016
Haus Heimberg erhält als Pflegeeinrichtung Bestnoten für seine Qualität
Dreimal die 1,0 und einmal die 1,3 – diese Traumnoten haben die Qualitätsprüfer des MDK Baden-Württembergs, eines sozialmedizinischen Beratungs- und Begutachtungsdienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, für Haus Heimberg vergeben. Daraus ergibt sich für die Qualität der stationären Pflegeeinrichtung eine Gesamtnote von 1,1! Anhand unterschiedlicher Kriterien wurden diese vier Bereiche beurteilt: Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft – Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung – Umgang mit demenzkranken Bewohnern – Pflege und medizinische Versorgung.

Im Mittelpunkt stehen die subjektiv empfundene Zufriedenheit der Pflegebedürftigen und die korrekte Pflege entsprechend dem medizinisch pflegerischen Wissensstand in der Pflegeeinrichtung. Während der Prüfung, die in grundsätzlich unangemeldet stattfindet, wird auf einen freundlichen, wertschätzenden und respektvollen Umgang Wert gelegt.
Silvia Müller begrüßt die Veröffentlichung der MDK-Prüfungsergebnisse, "da wir einen sehr offenen Umgang mit unseren Bewohnern, deren Angehörigen und der Öffentlichkeit pflegen." Nur so könne man auf die individuellen Bedürfnisse aller Beteiligten eingehen. Die Heim- und Pflegedienstleiterin weiter: "Die Gesamtnote 1,1 freut uns sehr und bestätigt uns in unseren Bemühungen, das Konzept Leben und Wohnen stetig weiterzuentwickeln und dadurch ein selbstbestimmtes Leben im Alter im sozialen Umfeld zu ermöglichen. Die familiäre Atmosphäre im Haus Heimberg unsere engagierten Mitarbeitenden und die hohe Pflegequalität tun dafür ihr Übriges."
Den gesamten
Transparenzbericht des MDKs Baden-Württemberg finden Sie im Bereich "Qualität sichern".
Es folgen die Ergebnisse der Qualitätsprüfung in Kurzfassung:
Qualitätsbereich 1: Pflege und medizinische Versorgung
In die Gesamtnote 1,3 sind insgesamt 32 Kriterien eingeflossen; 30 davon wurden als "vollständig erfüllt" bewertet. Das Dekubitus-Risiko werden individuell erfasst und entsprechende Prophylaxen durchgeführt. Auch die systematische Schmerzeinschätzung erfolgt bestens sowie in Kooperation mit dem behandelnden Arzt. Das individuelle Sturzrisiko der BewohnerInnen wird ermittelt und mit dem regelmäßig stattfindenden Sturzpräventionskurs im Haus Heimberg aufgefangen. Auch die Medikamentenversorgung sowie die Körperpflege wurden bestmöglich beurteilt. Lediglich eine leichte Abweichung war festzustellen: Bei der Versorgung von BewohnerInnen mit Harninkontinenz bzw. Blasenkatheter fühlte sich eine der befragten Personen nicht bestmöglich unterstützt. Weitere exzellent beurteilte Parameter bezogen sich u. a. auf Ernährung und Flüssigkeitsversorgung in den Pflegebereichen, Mund- und Zahnpflege sowie die Kommunikation mit Ärzten.
Qualitätsbereich 2: Umgang mit demenzkranken Bewohnern
Im Seniorenzentrum Haus Heimberg kümmern sich die Angestellten und Ehrenamtlichen besonders um die Belange von an Demenz erkrankten Menschen. Bei der Planung des Hauses wurde besondere Aufmerksamkeit auf eine mit dem Einrichtungskonzept abgestimmte und demenzgerechte bauliche Konzeption gelegt - inklusive gesicherter Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien. Unterstützend sind spezielle Demenzfachkräfte im Einsatz. Besonders gelobt wurde, dass angehörige und Bezugspersonen bestens in die Pflege und soziale Betreuung einbezogen werden. Auch das speziell gestaltete Angebot von Biografie-Arbeit über Sportstunden hin zur Memory-Betreuungsgruppe für Demenzerkrankte und der Angehörigengesprächskreis wurden lobend erwähnt. Das Fazit: Note 1,0.
Qualitätsbereich 3: Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung
Auch der Bereich "Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung" wurde mit der Bestnote 1,0 bedacht. Denn unter dem Motto "Wir leben Normalität" kümmert sich gut ausgebildetes, verantwortungsbewusstes Personal liebevoll, mit Respekt und Freundlichkeit um die Belange der Bewohnerinnen. Dabei wird Rücksicht auf individuelle Bedürfnisse und frühere Lebensgewohnheiten genommen. Auch wird die Kontaktpflege zu Angehörigen gefördert und im Bedarfsfall eine hochwertige Sterbebegleitung gewährleistet. Besonders das breite Spektrum an Gruppen- und Einzelangeboten wie auch der gut gefüllte Veranstaltungskalender im Haus Heimberg fanden positiven Eingang in die Bewertung.
Qualitätsbereich 4: Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft
Eine Pflegeeinrichtung, in denen allen Bewohnern ihr Essen immer schmeckt, gibt es wohl nicht. Allerdings hat bloß einer der Befragten angegeben, dass es ihm nur "häufig" statt "immer" schmeckt. Auch die folgenden Aspekte haben dazu beigetragen, dass der Qualitätsbereich 4 ebenfalls mit der Traumnote 1,0 beurteilt worden ist: im Haus Heimberg ist ein breiter Zeitkorridor angepasst an die Essgewohnheiten der SeniorInnen gewählt; es gibt Diät- und Spezialkost; der Speiseplan wird als Wochenplan aushängt und bietet Wahlmöglichkeiten der Menüs. Auch wurden die Abstimmung zwischen Mitarbeitenden und BewohnerInnen hinsichtlich Pflege- und Betreuungsmaßnahmen sowie die dabei gebotene Privatsphäre gelobt.


