Sommerfest im Haus Heimberg mit einer Reise um die Welt

Sommerfest im Haus Heimberg mit einer Reise um die Welt

Einen Einmarsch der ganz besonderen Art gab es beim diesjährigen Sommerfest in Haus Heimberg. Am 27. Juli zogen Heim- und Pflegedienstleiterin Silvia Müller und Assistentin Anna Tritschler in einem rot-weißen Pappflugzeug auf den Festplatz ein, um die Seniorinnen und Senioren zu einer kulinarisch-musikalischen Reise um die Welt zu entführen. Pünktlich zu den hochsommerlichen Temperaturen war auch der vom Förderverein gesponserte neue Pavillon eingetroffen.

"Bevor wir mit der Feier so richtig loslegen, zunächst ein dickes Dankeschön an den Förderverein der KHMT, der uns einen neuen Pavillon und Ihnen damit einen zusätzlichen Schattenplatz geschenkt hat", begrüßte Silvia Müller die Sommerfest-Gesellschaft, während Michael Raditsch unterstützt von einigen jungen Männern des Flüchtlingscafés das neue Zelt aufstellte. Dankbar klappten die darunter sitzenden Seniorinnen ihre Sonnenschirme sofort wieder zu. Und schon ging es los mit einer Polonaise rund um den Senioren-Fitnesspark, um das erste Weltreiseziel anzusteuern. Italien.

Musikalisch begleitet von einem Medley (Kombination verschiedener Lieder zu einem langen Musikstück) aus Liedern mit Italien-Bezug von Herrmann Wild gab es zunächst Cappuccino, italienisches Gebäck und Spaghetti-Eis. Sommerfest-Organisatorin Brigitte Schwarz gab außerdem das Lied "Wenn bei Capri die rote Sonne" zum Besten.
Gut gestärkt reiste die Festgesellschaft weiter nach Griechenland, wo bereits griechischer Wein wartete - musikalisch wie auch kulinarisch. Ein Länderquiz zu den Balkanländern läutete die nächste Station der Weltreise ein. Brigitte Schwarz und Tanja Schneider (Verwaltung) moderierten gekonnt die Themenrunden, bei denen es Antworten auf kniffelige Schätz- und Wissensfragen zu finden gab, so z. B.: Wie hoch ist das durchschnittliche Monatseinkommen eines polnischen Arbeiters? Wie heißt die Hauptstadt der Ukraine? Oder: Welcher als "Eisernes Tor" bekannte See liegt zwischen Rumänien und Serbien?

Passend zu Sonne und sommerlichen Temperaturen unternahmen die SeniorInnen einen Abstecher nach Syrien und weiter auf den afrikanischen Kontinent. Den thematisch passenden Trommelbeitrag lieferten vier junge Männer aus den VABO-Klassen (Vorqualifizierung Arbeit/Beruf ohne Deutschkenntnisse) der Gewerblichen Schule Tauberbischofsheim, die auch regelmäßig am Flüchtlingscafé in Haus Heimberg teilnehmen. Mit intensiver Energie, Dynamik und viel Leidenschaft spielten die Jungs sogar noch eine Zugabe, bei der die BewohnerInnen begeistert mitklatschten. Dazu Silvia Müller: "Das war so eindrucksvoll, vielleicht machen wir nächstes Jahr ein Sommerfest mit Afrika-Motto. Dann seid ihr wieder herzlich eingeladen."

Ebenfalls musikalisch bemerkenswert, aber doch ganz anders führte die Weltreise in die USA. Manuel Dahner, Enkel von Haus-Heimberg-Bewohner Max Schlundt, verzauberte die Anwesenden mit melodischen Saxophon-Klängen von Frank Sinatra. Doch viel Zeit zum Verweilen blieb nicht, standen doch unter anderem noch Schweden, England, Holland, Frankreich und Spanien auf der geplanten Reiseroute.

Das Abba-Medley mit bekannten Klassikern wie "Waterloo" und "Mamma mia" von Hermann Wild kam so gut an, dass er eine Zugabe zum Besten gab, bevor eine bunt gekleidete Truppe um die Heimbeiratsmitglieder Maria Böck, Marianne Goergen, Irmgard Günter und Ute Maier zur großen Modenschau ansetzte. Sie führten den Chic vergangener Zeiten stielecht mit 20er-Jahre-Zigarettenhalter oder zeitlose Trends wie die französische Baskenmütze zu passenden Kleiderstücken vor. Belohnt wurden sie mit tosendem Beifall und zum Abschluss stimmten alle Anwesenden das Haus-Heimberg-Lied an.

Bevor der Abend mit Silvia Müllers Worten "Wir haben jetzt so viel gehört, gesehen und geredet, jetzt essen wir" bei original vor Ort gebackenem türkischem Brot und brasilianischen Fleischspießen (Churrasca) ausklingen sollte, gab es noch eine Fächertanz-Vorführung der Betreuungsassistentinnen. Zu spanischen Melodien wirbelten die Damen gekonnt über den Festplatz und sie animierten sogar noch zwei der Herren zum Mittanzen. (jap)